Definition: Baugeld

Die Finanzierung einer Immobile stellt ein umfangreiches Projekt dar. Zunächst einmal sollte der Bauherr klären, welche Form der Finanzierung für ihn die günstigste ist. Das Spektrum ist hier sehr breit. Zum einen gibt es die Fremdwährungsfinanzierung, die zinsgünstiges Baugeld verspricht. Hierbei wird ein Kredit nicht in Euro, sondern in einer anderen Währung aufgenommen, in der die Zinsen niedriger sind als im Euroraum. Dies können beispielsweise die Schweiz, Japan oder die USA sein. Hierbei besteht allerdings das besondere Risiko von Wertverlusten durch Wechselkursschwankungen. Verliert die gewählte Währung an Wert, kann sich das zunächst als günstig erachtete Baugeld schnell als Verlustbringer entpuppen. Eine weitere, deutlich konservativere Variante stellt der Bausparvertrag dar. Hier wird eine Solidargemeinschaft in Anspruch genommen. Der Inhaber eines Bausparvertrages zahlt über einen vorab festgelegten Zeitraum Beträge in den Vertrag ein. Die Einlagenwerden sehr niedrig verzinst, so dass zunächst ein Opportunitätsverlust gegenüber anderen Anlageformen entsteht. Dieser wird in der Folge allerdings ausgeglichen, da im Anschluss an die Ansparphase zusätzlich zur Auszahlung des Guthabens noch Anrecht auf zinsgünstiges Baugeld besteht. Eine klassische Hypothekenfinanzierung stellt eine weitere Variante zur Realisierung eines Immobileinprojektes dar. Hierbei wird ein Kredit von der Bank aufgenommen und mit der erworbenen Hypothek besichert. Im Regelfall ist allerdings ein gewisser Eigenkapitalstock notwendig, damit die Bank dem Vertrag zustimmt. Die Rückzahlung erfolgt in der Regel über eine Annuität. Diese kann direkt zur Rückzahlung des Darlehens verwendet werden oder aber in eine Lebensversicherung gespart werden, mit deren Auszahlung das Baugeld dann endfällig getilgt wird. Welche Variante die beste ist, kann nicht pauschal gesagt werden, sondern hängt von der jeweiligen persönlichen Situation ab.

Interhyp – der führende Baufinanzierungsvermittler